Autor – Carina Bruun – Büchi

Geschäftsführerin Domaine du Frigoulet

Familienferien im Domaine du Frigoulet

Eigentlich wollte ich nach unseren Familienferien im Domaine du Frigoulet direkt an den Ausflugsblog meines Bruders Beni anknüpfen. Ich freute mich riesig darauf, endlich nicht mehr mit einem störrischen Kinderwagen unterwegs zu sein und gemeinsam mit den Kindern die Gegend neu zu entdecken. Wasserfälle, kleine Dörfer, versteckte Badeplätze – ich hatte bereits unzählige Ideen im Kopf.

Die Rechnung hatte ich allerdings ohne meinen Sohn gemacht.

Er hat nämlich vor zwei Monaten, an seinem dritten Geburtstag, Velofahren gelernt. Just in der Woche vor unseren Ferien kam dann auch noch das nächste grössere Bike für meine Tochter an – und mein Sohn bekam endlich sein oranges Scott Bike. Ab diesem Moment gab es nur noch ein Thema: Biken.

Und zwar von morgens bis abends.

Bereits um halb sieben morgens wurden wir geweckt mit den Worten: «Gönd mer go bike?»
Ja klar!

Das Pinienwäldchen mit dem kleinen Pumptrack war nun sein Paradies.. Diese pure Lebensfreude, wenn Kinder auf dem Bike unterwegs sind – diese unbeschwertheit. Dieses Kinderlachen, dieser Stolz nach jeder Runde und nach jedem kleinen Erfolg. Einfach wunderschön.

«Wir wollen doch nur biken!»

Natürlich wollten wir trotzdem auch etwas entdecken. Also packten wir beide Kinder ins Auto und machten uns auf den Weg Richtung Wasserfall bei Lagorce. Doch bereits nach kurzer Zeit hörten wir von der Rückbank Protest von unserer Tochter.

«Mami es isch mega gemein, s Frigi isch schönste Bikeparadies überhaupt und mir müänd wegfahre!»

Tja. Also kehrten wir um. Und gingen wieder biken.

Ab diesem Moment beschlossen wir, die Ferien einfach den Kinderherzen anzupassen. Schliesslich wollten wir ja alle entspannte Ferien geniessen. Also wurde am Vormittag gebiket, zwischendurch Bobo und Jolly gefüttert, danach die feinen Nüdeli von Vincent gegessen (ich genoss wie immer einen Sommersalat und die mediterane Gemüsequiche) und anschliessend der Pool genutzt – oft fast für uns alleine, weil wir uns etwas antizyklisch zu den anderen Gästen bewegten.

Nach dem Glace sassen wir oft noch kurz auf der Terrasse. Mein Sohn schleckte zufrieden sein Eis, und sagte plötzlich ganz stolz sein neues Lieblingswort:
«Mir sind würkli Glückspilz.»

Ja, da hast du sowas von recht!

Und wissen Sie, was der grosse Vorteil an Kindern ist, die den ganzen Tag biken?
Sie schlafen bereits um 19 Uhr tief und fest.

Ich lege mich dann mit dem Laptop auf den Liegestuhl und bearbeite bereits die ersten Bikeföteli des Tages, während mein Mann selber nochmals aufs Bike steigt. Es ist einfach ein perfektes Paradies.

Was ich besonders lustig finde: Wer mich kennt, weiss genau, dass mich der Bikevirus nie so sehr gepackt hat. Ich liebe es vielmehr, mit meiner Kamera unterwegs zu sein, durch kleine Märkte zu schlendern, schöne Dörfer zu entdecken, Kanu zu fahren oder einfach durch die Natur zu wandern.

Den Velovirus haben die Kinder definitiv von anderen Familienmitgliedern geerbt.
Aber trotzdem liebe auch ich diese gemeinsame Bikezeit mit den Kindern. Diese Freude ist einfach grenzenlos.

Unser persönlicher Familienferien-Lifehack

Falls Ihre Kinder übrigens auch immer nur «das eine» machen möchten und Sie sich trotzdem gerne wieder einmal etwas Zeit zu zweit gönnen würden: Nehmen Sie die Grosseltern mit in die Ferien.

Gerade unsere Ferienhäuser eignen sich dafür unglaublich gut. Jeder hat genügend Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten, gleichzeitig trifft man sich immer wieder spontan. Genau diese Mischung haben wir enorm genossen.

So konnten auch wir zwischendurch etwas alleine unternehmen. Wir entdeckten beispielsweise die alten Mühlen, die uns Beni empfohlen hatte – was für ein wunderschönes Fleckchen Erde! Noch heute bereue ich es, meine Kamera nicht mitgenommen zu haben.

Die Temperaturen wurden langsam sommerlich heiss und natürlich durfte auch ein Sprung in die kühle Ardèche nicht fehlen. Einen weiteren Tag verbrachten wir auf dem Kanu. Mein Mann wollte unbedingt einmal den obersten Abschnitt entdecken – wunderschön, ruhig und unglaublich idyllisch.

Und trotzdem sind wir beide uns einig:
Nichts geht über den grossen Canyon beim Pont d’Arc.

Zwischen diesen riesigen Felsen zu paddeln, die Vögel zu beobachten und teilweise sogar Ziegen in den Felswänden zu entdecken – das ist einfach jedes Mal wieder beeindruckend. Ich liebe diese Gegend von ganzem Herzen. Dieses Wilde und Naturverbundene der Cevennen trifft hier auf den Charme der Provence. Genau diese Mischung macht die Ardèche für mich so besonders.

Ich bin ein Glückspilz

Die restlichen Tage bestanden eigentlich nur noch aus Biketrails, Pool und Glace essen.
Und plötzlich war der Abschied da. Er fiel uns unglaublich schwer.

Die Kinder waren mit ihren Bikes schlicht im Paradies. Dieses fröhliche Lachen, wie sie über Wurzeln und kleine Trails fuhren, werde ich nicht vergessen. Aber auch für uns Eltern waren diese Ferien einfach nur unglaublich entspannend.

Der Lavendel treibt übrigens bereits fleissig aus und die ersten violetten Farbtöne zeigen sich schon. In wenigen Wochen wird wieder die ganze Region violett leuchten. Für mich persönlich ist das noch immer die allerschönste Zeit überhaupt.

Ich darf Anfangs Juli die Farbenpracht wieder zusammen mit Priska und Ruedi von Naturemovie einfangen. Ja, ich bin halt einfach ein Glückspilz!

PS: es hat noch wenige Zimmer / Ferienhäuser über den Sommer frei

Unser Lavendelfilm vom letzten Jahr finden Sie unter folgendem Link.

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