Kilimanjaro – gemeinsam dem Himmel so nah

Ein Blog von Anita Panzer, Wanderleiterin FA

Ein Traum wurde wahr: Am 14. Oktober stand unsere 15köpfige Aktivferiengruppe am Startpunkt des Kilimanjaro-Trekkings, dem Marangu-Gate auf 1860m.ü.M. – voller Vorfreude, Respekt und Abenteuerlust. Der höchste Berg Afrikas war für uns nicht nur ein Ziel auf 5895 Metern, sondern ein Symbol für Gemeinschaft, Geduld und die Magie des «Pole Pole» – Schritt für Schritt, langsam, langsam.
Best Group Ever
Wir waren viele – 15 an der Zahl – und doch vom ersten Tag an eine Familie. Vielleicht lag es am Lachen, an der Neugier oder einfach daran, dass uns derselbe Traum verband. Schon am ersten Abend teilten wir Geschichten, UNO-Karten und Popcorn – und spätestens da war klar: Diese Gruppe ist etwas Besonderes. Ob schneller oder langsamer, Berggeiss oder Genussmensch – wir haben uns getragen, motiviert und gefeiert. Jede Etappe, jeder Atemzug, jede kleine Krise wurde gemeinsam gemeistert. Und wenn jemand fragte, wer wir seien, war die Antwort schnell gefunden: «Best group ever!»
Unsere Guides – die wahren Helden
Kein Gipfel ohne Crew! Unsere einheimischen Guides, der Koch, die Waiters und Porters machten aus der Tour ein unvergessliches Erlebnis – und die Besteigung überhaupt erst möglich: Denis jr., unser strahlender Chief Guide, führte uns sicher auf jedem Pfad. Denis sr., liebevoll «Papa wise» genannt, sorgte dafür, dass niemand den Sonnenaufgang verschlief. Rémy, Alfred, Emanuel, Livingstone, Robinson und Mussa hielten uns bei Laune, achteten auf unser Tempo – und manchmal auch darauf, dass wir genug lachten.
Dazu kamen die Porter – wahre Kraftpakete mit riesigen Herzen. Sie trugen nicht nur unser Gepäck, sondern auch gute Laune, Musik und Tee bis hoch hinauf. Und unser Koch? Ein Genie hinter den Kulissen. Wer mitten im Nirgendwo einen Kuchen zaubern kann, verdient Applaus und ewige Dankbarkeit!
Als Dank entstand am letzten Abend unser eigener Kilimanjaro-Song (Madlen sei Dank) – eine Liebeserklärung an unsere Crew:
“Dennis led the way so bright, Chief Guide shining day and night. Remy smiled, and Alfred too, Mussa and Emanuel – what a crew!”
Noch heute erklingt das «Hey hey, we made it, yeah!» in unseren Köpfen.
Von Dschungel bis Schnee – unsere Etappen
Der Weg führte uns durch alle Klimazonen Afrikas – vom dichten Regenwald bis in die karge Hochwüste. Die Affen begleiteten uns durch die ersten Stunden, und mit jedem Tag wurden die Schritte langsamer, die Luft dünner und die Nächte kälter.
Am Horombo Camp auf 3700m wurde UNO gespielt, gelacht und gesungen, während draussen Sterne funkelten und warmes Wasser in Flaschen für wohltuende Wärme sorgte. Sogar eine Yoga-Lektion unter Anleitung von Corinne lag drin! Am Kibo Camp auf 4700m herrschte plötzlich Stille – das grosse Ziel war greifbar. Nachdem die Guides uns um 23 Uhr weckten, stapften wir um Mitternacht los in die Dunkelheit, begleitet vom Knistern unserer Atemzüge und dem Murmeln von «Pole Pole».
Zwölf erreichten den Uhuru Peak auf 5898m («es war knüppelhart…»), zwei den Gilman’s Point auf 5685m, einer Stella Point auf 5756m – und einer genoss danach ab Kibo den wohl spektakulärsten Rückflug seines Lebens – mit dem Helikopter und einem gerissenen Band oberhalb des Knies. Doch egal wie hoch jeder kam – alle erreichten ihr persönliches Ziel.
Asante sana, Kili!
Zurück am Marangu-Gate warteten frische Tücher, Saftgläser und offene Arme. Wir lachten, wir weinten – und wir wussten: Dieses Abenteuer wird eingeprägt bleiben. Mit jedem Schritt hatten wir nicht nur einen Berg bestiegen, sondern auch uns selbst ein Stück besser kennengelernt.
“Together strong, we found our way – This climb’s for us, and all for you!”
Der Kilimanjaro hat uns gezeigt, was wirklich zählt: Geduld, Teamgeist und das Vertrauen, dass man mit «Pole Pole» am weitesten kommt.
Fazit – Mehr als ein Gipfel
Heute, zurück im Alltag, klingt das Lied manchmal wieder auf. Dann sehen wir die Gesichter unserer Crew und der Gruppenmitglieder vor uns, riechen den Duft von Urwald, spüren den Staub in der Lunge, die Kälte, aber das warme Lachen, das uns verband. Und diesen ganz besonderen Stolz. Denn der Kili war nicht nur ein Berg. Er war ein Lehrer, ein Freund, ein Abenteuer fürs Leben. Und wer weiss – vielleicht ruft er uns eines Tages wieder.
Asante sana, Kilimanjaro. Hey hey – we made it, yeah!

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